„Auch wieder so’n sinnloser Ausdruck,“ ärgerte Herr Grimmberger. Ich hatte nämlich in irgendeinen Zusammenhang die französische Wendung gebraucht Se rincer l’œil.
„Se rineer l’œil, sich das Auge ausspülen - @ heißt das? Wie spülen Sie, wo spülen Sie? @ können Sie sich mit zwei gutgewachsenen Mäd@ beinen die Augen ausspülen? Unsinn!“
Wir kamen über die Gewann am Holler@ Schlachthaus vorbei, beim Gaswerk an die Pet@ Herr Grimmberger rümpfte schon auf dreißig @ die Nase. Und als er das ekelhafte Gerinnsel @ sah, brach er in einen malerischen Fluch aus. Das@ doch unerhört, und wie dergleichen in Europa m@ sei, und wann endlich die Kanalisation fertig @ und was übrigens die beste Kanalisation helfen @ wenn aus allen Ufermauern eine so ekelhafte S@ in den Bach laufen darf. Eine ehrliche, brave, b@ Mistjauche, à la bonne heure! Die könne sich @ und riechen lassen, aber dieses unheimliche mausg@ Gebräu, davor drehen sich einem ja alle Einge@ im Leib herum.
Und es wurde nicht besser. Wir gingen durch H@ rich die Straße am Bach her bis zur Brücke, @ noch immer zwischen grünen Wiesen die maus@ Dreckbrühe durch das Joseph Heintz-Tal dahinstr@ sahen sie von der Neuen Brücke herunter im @ liegen, unaussprechlich ekelhaft, ein Schandfleck @ gloriosen Herbstlandschaft, wie eine brutale U@ keit in einem vornehmen Salon. Und Herr Gr@ berger fand für seine Empörung keine Worte meh@
Drei Wochen später.
Wir standen zusammen hoch über dem Moselt@ man als lange Horizontlinie die Höhen der W@ scheide zwischen Saar und Mosel sich hinziehen @ den Kirchturm von Merzkirch und den Sinzer @ die Wahrzeichen der Gegend, und die sanft h@ geatmeten Brüste der Landschaft, die Wälde@ Äcker, und die Zwillingstürme der Kirche von H@ die in die grüne, welte Ländlichkeit etwas vo@ Majestät einer Kathedrale hineintäuschen. U@ Tal die Mosel, die in anmutig geschwungenem @ um die rund gebettete Flur sich windet, die sie @ im Lauf der Jahrtausende angeschwemmt hat @ schattenlos, sonnengierig daliegt, wie der rie@ Deckel einer Austernschale, von oben gesehen. A@ Moselspiegel kriecht eine Fliege, das ist der G@ Jang von Remich in seinem Fischernachen - er @ sein rundes Netz und es ist, als hätte die Fliege @ ihrer Florflügel überm Gähnen hinausgereckt.
Drüben haben sich ein paar Hüterbuben @ Kleider entledigt und ihre rosa Leiber hüpf@ dem grünen Hintergrund der Wiese und plump@ den blauen Glanz des Uferwassers, daß dara@ aufgeregtes Geflimmer wird.
Herr Grimmberger macht: „Hm hm hm! Es @ schön, man kann sagen, was man will. Weiß G@ wurde in den letzten Wochen dies verdamm@ der verschmutzten Petruß nicht los. Es stand @ der Netzhaut wie ein Fettfleck, der keinem @ weicht. Ich träumte davon. Ich roch es in de@ bildung. Tagelang konnte ich keine Suppe e@ meinte immer .... Wahrhaftig, es war, al@ ich mir die Augen beschmutzt.“
„Und jetzt?“
„Weg wie weggespült.“
„Na also, Herr Grimmberger. Vous vo@ rincé l’œil.“
„Natürlich müssen Sie wieder anzüglich w@