Paul Palgen hat in «Les fleuves héroïques» einige Ströme, die in der Geschichte des Weltkriegs eine Rolle spielen, in wunderbar anschaulicher Weise ifiziert.
Einer davon, die Yser, hat nun einen Historioschen gefunden, der sie in einem gradezu monumentalen Werke feiert:
Viereport 1914-1918. - Les inondations de @ et la Compagnie des Sapeurs-Pontonniers @énie Belge - par le commandant Robert @ - Paris, Berger-Levrault, 136, Boulevard St. @main; Liége, Henri Desoer, 21, Rue Ste. Véro@ Londres, Constable and Co., Ltd., 10-12, @ Street.
@ war schon vor einiger Zeit hier von diesem Buch @ede, in Anknüpfung an das, was von den Über@mmungen der Yser sich am leichtesten in der @aste der Massen verankert hatte: die Legende, @um diese Kriegsepisode gebildet und einem @en die Genialität des Gedanken@ und den @mut der Ausführung angedichtet hatte.
@ räumt das Werk des Commandanten Robert @ auf. Aber es begnügt sich nicht damit, die @de zu zerstören, es setzt an die Stelle einer @blicksgebärde, die der Legende angehört, vier @ reichen, wirklichen, mannigfaltigen Geschehens, @ur Geschichte geworden ist.
@ele meiner Landsleute hatten seit dem Waffen@and Gelegenheit, das Gebiet der Yserüberschwem@ zu besichtigen. Alle sind zurückgekommen mit @ Eindruck, daß sie ein unglaublich Verworrenes, @pliziertes, Unerklärtes gesehen hatten, einen @fsinnigen Kampf zwischen Erde und Wasser, bei @ das Wasser die Oberhand behalten hatte, weil @ der Mensch geholfen hatte, um es als Bundes@en gegen seinen Feind zu gewinnen.
@er war vor dem Krieg fruchtbares Land ge@n. Hier lagen die Polders, die die üppigsten @en trugen, Land, das in Jahrhunderten dem @ abgerungen war, ewig vom Meere bedroht, @ Schwerkraft gegen, die Dämme drückte, und @ das Meer geschützt durch ein verzwicktes @m von Wehren, Schützen, Schleusen und Kanälen, @ Ebbe und Flut als Herzschlag benutzten, um in @m kostbaren Erdreich den Kreislauf der Wasser @ang zu halten.
@bald man von dem Vorhandensein dieses un@lich komplizierten Apparats eine Ahnung hat, @t man gerne, daß nicht ein Untergeordneter, @ in seinem kleinen Kreis, aber nicht im Ganzen @eid wissen konnte, mit einem Griff die Flut @esseln und sie sich genau über das Gebiet ergießen @en @onnte, wo sie ein Schutz gegen den Feind @ @e.
@ diesem weit verzweigten System von Regu@ngsorganen mußten Kundige spielen, wie auf @m schwierig zu erlernenden Instrument. Die @ Zu- und Ableitung der Gewässer mußte Tag @ Tag geregelt werden, um die Überschwemmung zu @ dauernden Hemmnis für den Feind zu machen, @ daß sie die eigenen Schützengräben und sonstigen @gen vernichtete.
@e die belgischen Genietruppen, speziell die @pagnie des Sapeurs-Pontonniers, dies durch die @ Kriegsjahre hindurch mit Heroismus, Geschick @ - Humor bewerkstelligten, wie daran die französischen und die englischen Kameraden während der entsprechenden Besetzungsdauer beteiligt waren, das schildert Robert Thys in Wort und Bild mit vorbildlicher Sachlichkeit. Und doch liest sich das Buch stellenweise, wie der spannendste Abenteurerroman. Denn in dieses brutal sachliche Tagewerk hinein spielt unablässig die ungeheure Abenteuerlichkeit des Kriegs. Es steigt wie Gas- und Pulvergeruch aus diesen Seiten auf, man steht mit schmerzhaft gespannten Nerven neben dem Verfasser, wenn er kaltblütig einen feindlichen Bombeneinschlag hundert Meter von seinem Standpunkt entfernt knipst. Und man fühlt sich bis ins Tiefste ergriffen, wenn gleich auf der ersten Seite Robert Thys das Bild eines Kameraden hinstellt, des Leutnants Leopold Calberg, der am 16. Juli 1917 an der Yserschleuse gefallen ist und dessen Bild hier wirkt, wie eine Synthesis seiner Rasse, mit schlanker, ungefüger Kraft und gutmütig aggressivem Humor.
Ich nannte dies Buch monumental. Das ist es im Inhalt, aber auch nach Form und Ausstattung. Ein Großquartband von zirka 250 Seiten auf kostbarem Kunstdruckpapier, mit an die 600 prachtvoll ausgeführten, technisch tadellosen Photographien, mehreren Künstlerfarbendrucken, einer Fülle von kostbarem Kartenmaterial, eine Leistung, die der Firma Henri Delsoer in Lüttich zur größten Ehre gereicht. Ihr Inhaber Henri Delsoer war nebenbei gesagt im Krieg unter dem Commandanten Thys, dem Verfasser des Werks, Korporal der Motorradabteilung der Compagnie des Sapeurs-Pontonniers.
Der französische Admiral Ronarch, der englische Brigade-General Lord Athlone und der belgische Generalleutnant Baron Jacques haben jeder für die Zeit, wo sie an der Yser die Besetzungstruppen befehligten, zu dem Buch eine schmeichelhafte Vorrede geschrieben.
In Luxemburg ist es in der Buchhandlung Bück zu haben. Der Preis beträgt 55 Franken. Wäre er nach Wert und Kosten des Buches berechnet, müßte er weit in die dreistelligen Ziffern hinaufgehen.