Ein Luxemburger im Ausland schreibt mir ei@ Brief, in dem er sein Bedauern darüber ausspri@ daß der Luxemburger Film, von dem man sich sein@ zeit so viel versprochen hatte, nirgends im Ausl@ aufgetaucht ist.
Er erwähnt, daß die Compagnie Française @ Cinéromans (von der wir voriges Jahr bei Medi@ zwei sehr schöne Filme mit Suzy Prim in der Ha@ rolle sahen) im Begriff steht, am Rhein einen Ro@ von George Sand zu kurbeln, und bedauert, daß @ sich nicht lieber für unsere alten Schloßruinen @ schieden hat. Vielleicht ließe es sich machen, daß @ selbe Gesellschaft, die nächstens „Quatre-vingt-tre@ von Victor Hugo filmen will, wenigstens zum@ als Schauplatz der Handlung luxemburgische L@ schaften zumal im Ösling wählte. Zum dritten@ der Korrespondent, man sollte einer Filmgesellsch@ suggerieren, den Roman „La Chanoinesse“ von And@ Theuriet für die Leinwand zu bearbeiten und ihn @ Ort und Stelle, d. i. an unserer Mosel und spez@ in Stadtbredimus zu drehen, wo ein großer Teil @ Handlung sich abspielte.
Es sind dies interessante Anregungen, die g@ nicht aus dem Auge verloren werden dürfen.
Inzwischen hat ein luxemburger Landsma@ sertig gebracht, daß Luxemburger Land und Le@ einem größeren Filmwerk in allernächster Zei@ Ehren kommen werden. Ein modernes Abente@ drama mit dem verheißungsvollen Titel „L’éper@ sur la ville“. von René Leckere soll von dem ameri@ nischen Kino-Aß Felix Ford inszeniert und in sä@ lichen Außenaufnahmen im Luxemburger Land gei@ werden. Der Anfang wird übermorgen mit der Ech@ nacher Springprozession gemacht. Die spannende H@ lung spielt sich in Luxemburg ab, und da liegt auf @ Hand, daß dafür die originellsten Hintergründe r@ lich vorhanden sind. Nur müßte auf irgendeine W@ dem Zuschauer auch beigebracht werden, wo diese l@ schaftlichen Szenerien, die er bewundert, für ihn@ finden sind, wenn er sie einmal in natura auf @ wirken lassen will.
Felix Ford, der erst 32 Jahre alt ist, hat als F@ regisseur mehrere große Filme in München in szen@ in Paris „Le voile du Bonheur“ von Georges @ menceau. Jüngst hat er in Brüssel die Parforceleist@ vollbracht, innerhals fünf Tagen eine histor@ Rekonstituierung aus dem 17. Jahrhundert mit re@ Figuration in Szene zu setzen und aufzunehmen. @ Filmschauspieler wurde er speziell in Enropa@ „La Bataille“ von Claude Farrère bekannt, @ als Partner von Sessue Hayakawa die Rolle@ englischen Offiziers spielte. Felix Ford reist @ September nach Amerika, wo er mit einer Filmge@ schaft einen Vertrag als Filmschauspieler für @ Jahre hat: Tausend Dollar pro Woche!
Wer also mit dem „Epervier sur la ville“ die R@ um die Welt machen und seinen Bekannten in P@ London, Berlin, Leningrad, Kopenhagen, R@ Madrid, Lissabon, Rio de Janeiro, New York, Chic@ Dubuque, San Francisco usw. einen freundlichen @ zulächeln will, wenn sie sich abends den Luxembur@ Film ansehen, der braucht nur am Dienstag @ Echternach zu gehen und aufzupassen, wo die Op@ teure Felix Ford’s sich aufstellen. Dann springt er@ @Augenblick mit in die Prozession und wird @ und grinst freundlich in den Apparat. Und @Abends sitzen tausend Meilen von Echter@Luxemburger im Kino. Plötzlich erhellen @gesichter, und wie aus einem Munde ertönt @ei de Misch! Muerje Misch!
@ad astra!