Die kürzlich hier besprochene Geschichte von dem sitzen gebliebenen Holländer, der aufs Haar zum fiiegenden Holländer geworden wäre, hat mir allerhand Antworten eingetragen.
Jemand, aus dessen Identität ich nicht klug werde, da er - oder sie - mir die Wahl zwischen drei Unterschriften freistellt, behauptet, es habe sich nicht um einen sitzen gebliebenen Holländer, sondern um einen stehen gebliebenen Luxemburger gehandelt, dem es seinerzeit in Frankreich nicht zum besten ergangen sei, und der deshalb die Sympathiekundgebung für Frankreich nicht mitmachen wollte. Ein hier ansässiger Franzose habe ihm deshalb den Hut vom Kopf geschlagen, wofür hinwiederum der Franzose die gebührenden Maulschellen eingeheimst habe.
Ich fürchte sehr, über diese aufregenden Intermezzi werden wir niemals die genaue Wahrheit erfahren, nicht weil zu wenig, sondern weil zu viel Zeugen dabei waren. An meinem Holländer halte ich jedenfalls fest, denn ich sah ihn sitzen, bevor er von einem entrüsteten Schwall von Zuhörern umringt wurde.
Man kann, um Stellung zu nehmen, mit @ unzuverlässigen Material nur einen theoretische@ konstruieren und ihn theoretisch unter die @ nehmen.
Der Luxemburger, der seine Gründe hat, @ Sympathiekundgebung für Frankreich nicht @ machen, steht in einem ganz andern Verhältni@ der Holländer, der durch sein Sitzenbleiben gege@ internationale Höflichkeitsgebärde des Volkes @ testiert, bei dem er als Valuta-Athlet eine @ Gastfreundschaft genießt. Das braucht vorde@ keine weitere Erklärung.
Nun lese ich in diesem Brief mit den drei @ schriften, daß die mangelhaften geographischen K@ nisse der Franzosen daran schuld sind, daß i@ gemeinen unsere Landsleute in Frankreich @ behandelt werden.
Besteht dieser Kausalnexus tatsächlich, so @ wir den Leuten Dank wissen, die durch Verbrüde@ feste, wie das vom vergangenen Samstag und @ tag, die geographischen Kenntnisse der Franzo@ verbessern suchen.
Auf der andern Seite der Barrikade ist m@ kanntlich viel stärker in der Geographie, und es @ zu untersuchen, ob dank diesen besseren geograph@ Kenntnissen unsere Landsleute im allgemeine@ Deutschland besser behandelt werden, als in Fr@
Eins scheint man jenseits Igel zu besitzen, @ der Behandlung der mehrerwähnten Zwische@ vermißt wurde: Galgenhumor. Ein unbel@ Leser schreibt mir aus Trier, 27. Juli:
„Mein lieber Abreißkalendermann! - Mir @ die Ruhe und das Wohlergehen des Staa@ Mondorf am Herzen. Deshalb sehe ich mit Ang@ Grausen den Tag der Verfassung der her@ teutschen Republik (11/8) herannahen und @ Ihre Aufmerksamkeit schon heute für dieses F@ Anspruch nehmen zu müssen. Damit nun nichts @ kommt, schlage ich Folgendes vor: 1) Anschl@ dem Eingang zum Park folgenden Befehls: S@ Deutsche und Lodenjackenträger haben am 11. @ in ihren Hotels zu bleiben. 2) In jedem Hot@ vor jeder Mahlzeit die Marseillaise, nach dem @ Gang die Brabançonne und am Ende des Re@ Hemecht gespielt. 3) Jeder Deutsche hat sein Ti@ hütchen mit einer Alpenjägermütze zu verta@ 4) Am Abend des 11. August haben alle Deutsch@ nicht während der Besetzung der Rheinlande b@ von Franzosen oder andern Kriegführende@ Gefängnis bestraft sind, einen Parademarsch zu @ vom Hotel Aukner bis zum Eingang des Parks @ nicht erscheint, marschiert in den Stadtgrund. 5) @ Flaggen ist verboten.“
Soweit der wohlmeinende Trierer.
Ich hätte zu Nummer 4 einen kleinen Zus@ Vorschlag zu bringen: „Eine halbe Stunde v@ ginn des Parademarsches soll jeder Teilnehme@ Flasche Mondorfer Wasser trinken. Das Au@ während des Parademarsches ist streng verbote@