Original

2. Oktober 1926

„O Mamm!“ sagt grinsend der Jazzband-N@ Er wartet die Wirkung ab und wirft in den @ „Morje Misch!“

Ich kann ihn nicht sehen, ohne daß mir das „Heimat“ einfällt. Ein Neger ist uns nicht das verständlich Menschliche, das wir in unsern @ genossen sehen. Er ist unter uns wie ein Spri@ er ist nicht einfach da, wesentlich an ihm ist@ er von irgendwo da draußen herkommt. Den@ Heimat, eine Mutter muß auch er haben. Un@ Stück des Merkwürdigen, das an ihm ist, ist Heimat. Es fällt uns schwer, uns vorzustellen dieser Charley grade wie andere Kulturme@ zwischen den Mauern eines wirklichen, mittele@ ischen Großstadthauses geboren wurde. Den H@ grund zu seiner Erscheinung bildet in unsrer Ph@ stets das Negerdorf mit Bambushütten, in Männlein und Weiblein nur mit einem Lende@ bekleidet herumlaufen. Seine Mutter hat ihn, @ er nicht laufen konnte, in einem Rückenschurz @ herumgetragen. Dann ist er auf irgendeinem teuerlichen Weg in die große Strömung der K@ unter die Weißen geraten und trägt sein Te@ endgültigen Mischung der großen Menschen-Cuv@

Es gibt zweifellos in unsern Städten Nege@ die obige Voraussetzungen zutreffen. Für sie Heimat ein auf ewig Versunkenes und Verl@ Sie können nicht sagen: Ich fahre heim zur K@ oder auf die Gräber, oder in die Ferien. Sie @ ihre Heimat gekommen, wie Peter Schlemihl um Schatten. Darum denke ich immer: „Heimat!“ ich den Jazz-Nigger sehe. Grade wie ich denke, wenn ich einen Stelzfuß erblicke.

Kürzlich fiel mir wieder ein Band Rosegger@ Hände und ich las darin ein paar Seiten. H@ vergessen gehabt, was Heimat ist, da wäre wieder lebendig geworden. Die Heimat duft@ dem Buch, wie frisches Brot aus der Mulde haben noch Sinn für den Duft der Heimat. W@ wird es dauern, so verfliegt er ganz in dem Wehen des Tages? Künftige Geschlechter werde mehr wissen, was Heimat ist, wie viele es scho@ nicht mehr wissen, wie es der Jazzband@ Charley wahrscheinlich nicht mehr weiß. Es Städte, in denen da und dort wie eine O@ Fleckchen Heimat sich breitet. Es sind die Städt@ die Ströme fließen und alte Parkbäume oder die heimliche Winkel für Träumer und buben bergen. Luxemburg mit seinem Park, Kasematten, seinen Drei Eicheln, der Mannigs@ seiner Schlupswinkel ist sicher eine der heima@ Städte Europas und jeder Luxemburger se@ nach ihr aus Paris und Amerika. Aber sonst@ Stadtluft tödlich für das Heimatgefühl. Aus pflaster sprossen keine Feldblumen. Und da Stadt immer stärker in ihren Bann zieht @ daran gewöhnt, auf Pflaster zu wandeln @ grünem Rasen oder brauner Scholle, so we@ immer weniger, für die das Wort Heimat no@ bedeutet.

Wir müssen schließlich alle mehr oder we@ Jazzband-Niggern werden.

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    Katalognummer BW-AK-014-3258